Am Meer III

Am Meer III | © Torsten Meise

Öland – Am Meer III | © Torsten Meise

 

Die schwedische Insel Öland ist in den Sommermonaten von sonnenhungrigen Schweden (die am liebsten unter sich bleiben) total überlaufen. Aber man findet, selbst in der Nähe der touristischen Hot Spots, auch immer wieder Orte der Stille und Schönheit. Am Abend streichen Wind und Licht sanft über die weiten Gräserflächen am Rande der Ostsee. Nahe Köpingsvik.

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Oh Tannenbaum …

Suche den Weihnachtsbaum

Suche den Weihnachtsbaum

 

Ja, so etwas passiert, wenn die Nachbarn Knut spielen und ihren Weihnachtsbaum einfach aus dem Fenster werfen. Zack, hängt die Fichte im nächsten Baum.

Am Meer II

Mont St. Michel | Immer wieder werden Wanderer von der schnell steigenden Flut überrascht

Mont St. Michel | Immer wieder werden Wanderer von der schnell steigenden Flut überrascht

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Die Tidenlandschaft am Mont Saint Michel reizt bei Ebbe zur Wanderung auf die 2,5 km entfernt gelegene Insel Tombelaine. Beim Rückweg kann es knapp werden. Die einsetzende Flut kommt schnell. Die Region hat den größten Tidenhub in Europa.

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Am Meer I

Le Bas Sablone

Le Bas Sablone | Der dicke Mann, die Möwe und das Meer

Les Bas Sablone gehört zur alten bretonischen “Piratenstadt” Saint-Malo. Das Viertel liegt auf einer Landzunge. Auf der Südseite findet man den markanten Tour Solidor und hat freien Blick auf das Gezeitenkraftwerk in der Mündung der Rance. Dieses Foto zeigt die Nordseite, die dank eines abgegrenzten Beckens auch bei Ebbe noch als Badestrand genutzt werden kann. Hinter der Beckenmauer schließt sich der beeindruckende Yachthafen von Saint-Malo an. Die Westspitze der Halbinsel gehört einer gigantischen Bunkeranlage aus dem Zweiten Weltkrieg, die zum Teil von einem Campingplatz genutzt wird.

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Gedanken zum “Abend”

Cordt Schnibben ist seit zwei Jahrzehnten einer der besten Autoren des Spiegel und neuerdings auch einer derjenigen, die dort die Digitalisierung des Magazins vorantreiben. Ich hatte im Sommer die Gelegenheit, einen Vortrag von ihm zu hören, und wenige Wochen später hat er auf Spiegel Online die Debatte um die Tageszeitung 2020 initiiert und organisiert. Jetzt, im Nachklang dieser sehr vielfältigen Diskussion, hat er die Erkenntnisse der Beiträge und vor allem der Leserreaktionen gebündelt und in eine Konzeptstudie eingebracht. Es geht darum, die in die Jahre gekommene Idee einer Tageszeitung ins mobile digitale Zeitalter zu überführen. “Der Abend” heißt es, und die Beschreibung geht so:

Eine App auf dem Smartphone. Eine digitale Abendzeitung für die Stadt. Die den Menschen, wenn sie von der Arbeit nach Hause kommen, Orientierung gibt über die Nachrichten des Tages. Die eine Navigationshilfe für den Abend ist und ein Ausblick auf den nächsten Tag. Die wieder das werden soll, was die Lokalzeitung früher war: der Marktplatz einer Stadt.

Spiegel Online hat sogar ein extra Feature dafür produziert, und ich kann nur empfehlen, den Beitrag zu lesen und das Konzept anzusehen, auch wenn die Navigation auf dem normalen Rechner etwas mühsam ist.

Was ist der “Abend”? Eine kleine App für das Smartphone oder das Tablet, das diverse Nutzerwünsche integriert und neben regelmäßigen News in weiteren Unterkategorien noch zeigt: Stories (exklusive journalistische Inhalte), Meinung (Blogs, Kommentare, Essays etc.), Unterhaltung (Feuilleton und Sudokus), Leser (Dialog und User generated Content), Service. Sechs Kategorien also statt des alten Ressortsystems der Zeitung. Das ist für mich – obwohl ich glaube, dass es bessere geben kann – ein interessanter Ansatz, weil er vom Nutzer her gedacht ist, nicht von der Zeitung. Was ich ebenfalls richtig finde, hatte Schnibben auf dem NetzwerkRecherche-Tag im Sommer bereits angedeutet: Das eigentliche News-Medium ist das Smartphone. Man hat es immer dabei, und wer heute U-Bahn fährt oder im Café sitzt, kann recht schnell erkennen, welchen enormen Stellenwert es hat.

Also, eine App für News, was ist daran jetzt so toll? Diese Frage werden viele stellen, die die Medienkrisen-Diskussionen der letzten zwölf Jahre verfolgt haben. Aber für die im Kern immer noch weitgehend analogen Medienhäuser wäre diese Sichtweise, mobile first and only (!), ein geradezu revolutionärer Schritt. Hier denkt man immer noch darüber nach, wie man die gedruckten Inhalte “digital ausspielen” kann. Das ist jedoch 2003, nicht 2013. Und schon gar nicht 2020. Für den User wäre eine solche App dagegen eher etwas Normales. So normal, dass wir uns sehr genau überlegen müssten, wie wir es für ihn interessant machen können.

Die Frage, die es zu beantworten gilt, lautet: Warum soll ich ein kostenpflichtiges Lokalmedium lesen statt meines kostenlosen Facebook-Feeds? Hier gibt es für mich drei wesentliche Ansätze.

  • Nummer eins hat ein Blogger kürzlich in dem Satz zusammengefasst: “Wenn ich die Feuerwehr am Haus vorbeifahren höre, will ich wissen wo es brennt.” (Gebt mir doch mal die Quelle, ich finde sie nicht mehr.) Ich glaube, das ist ein Ansatz, den man verfolgen muss. Schneller zu wissen, was in der Nachbarschaft, dem Stadtteil oder der Stadt los ist, könnte ein Killeransatz sein. Nennen wir es “Neugierbefriedigung in Echtzeit”.
  • Nummer zwei ist ganz klar “Community”. Die Leute wollen sich beteiligen, wollen stattfinden (extrem wichtig im Lokalen, immer noch). Wenn man es hier schafft, eine Gravitation zu erzeugen, kann man viele Herzen und Köpfe gewinnen.
  • Nummer drei schließlich ist ganz klar “Nutzwert”. Ich will alle lokalen Infos, auch die kommerziellen, und wenn ich ins Szenekino gehe, bekomme ich mit der App zehn Prozent Rabatt, gesponsort von Langnese.

Eine solche App müsste aber auch interessant gemacht werden für alle, die eine Plattform für Werbung und Marketing suchen. Denn wenn eine solche “Zeitung” (ich würde den Begriff gerne verschrotten, sofort) exisiteren soll, dann müssen nicht nur Nutzer dafür bezahlen, sondern auch Leute darin im weiteren Sinne werben. Letzteres ist eine nicht weniger gewaltige Aufgabe, auch weil wir dafür Menschen benötigen, die das kommunizieren können, dass der Fleischer auf dem Smartphone durchaus den Käufer aus der Nachbarschaft finden kann, wenn er Grillwürste im Angebot hat. Leider hat die ganze Branche zwar gelernt, Anzeigen für bedrucktes Papier zu verkaufen, aber mehr auch leider nicht. Hier müsste das Projekt eines digitalen Lokalmediums mindestens so viel investieren wie in eine gute Redaktion.

Mein Fazit:

  • Ich würde den “Abend” deutlich “newsfeediger” anlegen, auch unbedingt mit einem auf “Community” spezialisierten Ableger im Web. Ich glaube, das Denken in “Ausgaben”, das hier noch ein wenig durchscheint, gehört in den Müll. Ich will auf dem Smartphone meine News, wenn ich es aufrufe. Morgens in der U-Bahn, mittags im Café, abends beim Fernsehen.
  • Ich würde auch bei den News einen deutlich stärkeren lokalen Schwerpunkt setzen. Die Community-Funktionen sollten über die Möglichkeit, etwas zu twittern, was bei einer geschlossenen App eh fragwürdig ist, deutlich hinausgehen. Hier wären ein paar Nerds gefragt.
  • Ich würde auch nicht so sehr in harten Nachrichten-News denken, sondern auch ein wenig in Boulevard. Ist nicht meine Welt, aber wir kennen die erfolgreichen Formate im Netz ja. (Muss ja kein Altherren-Boulevard sein, wie Bild, Mopo u.a. es praktizieren…)
  • Gravitation kommt durch Masse. Ein solches Projekt kann nicht via Bootstrapping gemacht werden. Da muss man mit richtig viel Geld reingehen und gleich einen Buzz hinbekommen, der die Leute in die App zieht. Dafür braucht man hochwertige, exklusive Inhalte und praktische, auch monetäre Vorteile. Das Ding steht und fällt mit der Vermarktung. Und mit dem Start.

Im Endeffekt ist das Konzept vom “Abend” aber auch in etwa das, was ich entwickeln würde, wenn ich ein modernes Lokalmedium schaffen wollte und das Geld dafür hätte. Ich fürchte nur, dass traditionelle Verlage dazu nicht in der Lage sind. Also, wer wird es machen, zumal es durchaus riskant wäre? Wer hat das Geld dafür über und wäre schon zufrieden, am Ende mit ein paar Lorbeeren für Mut und Innovation dazustehen? Wo ist der Big Spender?

 

 

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Eine seltene Taube: Ibanez Concord 693

Ich mag Dinge, die eine Geschichte haben. In diesem Fall geht es mal wieder um eine Gitarre. Ein Seemann hat sie Anfang der 1970er Jahr in Hamburg gekauft, vermutlich mitgenommen auf Reisen und dann, nachdem er der Seefahrt Adieu gesagt hatte, auch nicht mehr viel benutzt. Und jetzt, rund 40 Jahre später, ist sie wieder nach Hamburg zurückgekehrt. War es damals ein Instrument aus preiswerter Massenherstellung in Japan, so ist es mittlerweile ein selten gewordenes Stück mit Sammlerwert.


Ibanez Concord 693, eine Kopie der legendären Gibson Dove. Bis auf einige Lackrisse am Übergang von Hals und Kopfplatte in beinahe tadellosem Zustand. Eine sehr leichte Akustikgitarre mit recht dünnem Halsprofil. Die Decke besteht aus Fichte, Boden und Zarge aus Palisander. Die Hölzer sind laminiert. Auch das Griffbrett und der Steg sind aus Palisander. Auffällig an der Gitarre sind die exakte Kopie der Einlagen der auf Kopfplatte, Griffbrett und Steg. Hier orientierte sich Ibanez sehr genau an dem Vorbild.

Schneller Preisanstieg

Bei der Einführung der Ibanez-Modelle in Deutschland 1974 lag der Verkaufspreis bei 398 DM, stieg dann in den folgenden Jahren jedoch schnell und deutlich an. Zwei Jahre später lag der Listenpreis schon bei 459 DM, im letzten Verkaufsjahr 1978 bei 564 DM. Neben dem Naturfinish gab es 1976 eine Variante mit Cherry Sunburst und einfacheren Griffbretteinlagen sowie 1978 auch ein Modell in dunkelbraunem Finish. Zudem lieferte Ibanez ein entsprechendes zwölfsaitiges Instrument, das am Gebrauchtmarkt heute überraschenderweise häufiger angeboten wird als das sechssaitige.

Zum Gebrauchtpreis: Wie bei vielen älteren Gitarrenmodellen setzt sich der Wert eines Instruments aus mehreren Faktoren zusammen, etwa Erhaltungszustand, Originalität, Seltenheit oder “Coolness-Faktor”. Die Concord-Modelle von Ibanez werden (für Akustikgitarren) relativ hoch gehandelt, meist zwischen 200 und 400 Euro. Dies ist Ausdruck der hohen Bauqualität und der oft hübschen Optik. Am Ende bleiben es aber Instrumente aus Massenfertigung, weshalb zum Teil verlangte Preise von 700+ Euro eindeutig übertrieben erscheinen. Gut erhaltene Instrumente mit Vintage-Charme haben jedoch einen besonderen Sammlerwert und werden sich auch zukünftig preislich entwickeln.

Noch ein Hinweis zur Ibanez-Modellpalette: Zum Verwechseln ähnlich sieht das Modell Concord 759 aus, das ab 1974 in einem Cherry Sunburst und dreiteiligem Boden angeboten wurde und mit 598 DM deutlich teurer war. Ob hier zum Teil massive Hölzer verwendet wurden, geht aus den Katalogen nicht hervor. Zargen und Boden sind jedoch aus Ahorn gefertigt. Im 1976er Katalog taucht dieses Instrument nicht mehr auf.

Fazit: Mit einem Verkaufspreis von rund 400 Mark war die Ibanez Concord 693 im Jahre 1974 ein Modell der gehobenen Einsteigerklasse. Auch meine erste Westerngitarre kostete Mitte der Siebziger so viel, und ich glaube, dies war der Mindestbetrag, den man für ein halbwegs bespielbares Instrument in dieser Zeit bezahlen musste. Dafür bietet die 693 aber bereits sehr viel Qualität, sowohl in der Verarbeitung als auch im Klang. Die Gitarre ist sehr resonant, d.h. man fühlt beim Spielen die Bassfrequenzen deutlich im Korpus. Das kenne ich von vergleichbaren Gitarren nicht. Entsprechend stark klingen die Bässe. Akkorde in den tiefen Lagen klingen laut und akzentuiert – hier liegt eindeutig die Stärke des Instruments. In den höheren Lagen lässt der Druck der Gitarre schnell nach, auch für ausgefeiltes Picking würde ich sie nicht einsetzen.

Absolut toll und ein Ausweis für die damalige Verarbeitungsqualität von Fujigen Gakki ist die Ausstattung, die 1974 für den Preis geboten wurde. Die Einlegearbeiten und das verzierte Schlagbrett sind sehr gut ausgeführt und geben zusammen mit dem gealterten Holz der Gitarre eine sehr coole Optik. Ob das jetzt ein wenig kitschy ist oder nicht, muss jeder für sich entscheiden. Schwachpunkt bei diesem konkreten Modell sind die sehr einfachen Mechaniken, die auf ein sehr frühes Baujahr (vermutlich 1974) schließen lassen. Die Gitarre besitzt keine Seriennummer. Praktisch hingegen ist der verstellbare Steg, über den sich die Saitenlage auf eine sehr komfortable Höhe bringen lässt.

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Ibanez George Benson GB10

Ibanez GB10 BS

Ibanez GB10 BS

 

Nachdem Ibanez in den 1970er Jahren seinen Vertrieb in den USA etabliert hatte, begann die Firma damit, bekannte Musiker als Endorser zu werben. Ein erster Coup gelang mit Grateful-Dead-Gitarrist Bob Weir, für den die Japaner Spezialanfertigungen bauten und später eine eigene Modellreihe entwarfen. Hoshino, die Firma hinter dem Markennamen Ibanez, investierte viel in diese Strategie, und 1977 schafften sie es, einen der besten Jazzgitarristen und zugleich populären Popstar George Benson für ein gemeinsames Projekt zu gewinnen: die Ibanez George Benson Jazzgitarre(n). Continue Reading →

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