Es gibt sie tatsächlich, die Leute, die wahllos Dinge bestricken. Heute gesehen, Hamburg, Apostelkirche. Und ich dachte, das wäre wieder so ein Medienhype.
Original-Zeichnungen von Georg Schweinfurth
Ich habe hier verschiedentlich über Georg Schweinfurth geschrieben, den großen Botaniker und Afrikaforscher. Jetzt gibt es in Berlin eine neue Ausstellung (Botanische Museum Berlin, vom 1. Dezember 2011 bis 4. März 2012) in dessen Rahmen bislang unveröffentlichte Originalzeichnungen gezeigt werden. Anlass ist der 175. Geburtstag dieses äußerst vielseitigen Forschers, der vom 29.12.1836 bis 19.9.1925 lebte. Als hervorragender Zeichner dokumentierte er auf Forschungsreisen im Nordosten des afrikanischen Kontinentes und der Arabischen Halbinsel seine ethnographischen, archäologischen, zoologischen und botanischen Forschungsobjekte. Die aktuelle Ausstellung zum Schweinfurth-Jubiläum zeigt 78 seiner rund 600 erhalten gebliebenen Pflanzenzeichnungen. Mit Ausstellungsbeginn geht Schweinfurths komplette Sammlung botanischer Zeichnungen online.
Tags: Georg Schweinfurth
Warum sind die Google Maps so schlecht?
Die Einbindung interaktiver Karten in Webseiten ist ein Faktor mit hohem Nutzwert. Ich mache davon zum Beispiel in meinem Projekt Hafenblog.de Gebrauch und finde es ein sehr praktisches Element der Seite. Ich habe sogar ein WordPress-Theme gekauft, um die Integration von Maps zu vereinfachen und zu standardisieren. Eingebunden werden leider nur die Karten von Google Maps. Leider, weil die Qualität der Landkarte, auf die es mir dabei ankommt, wirklich schlecht ist, wie ich mittlerweile merken musste. Hier der Vergleich mit den Karten von Bing und Openstreetmap:
1. Google Maps, Ausschnitt HafenCity Hamburg:
2. Bing, gleicher Ausschnitt
3. OpenStreetMap, gleicher Ausschnitt
Wie man erkennen kann, sind die Karten von Bing und OpenStreetMap deutlich detaillierter. Doch das alleine würde mich nicht stören. Die Karte von Google ist an mehreren Stellen komplett falsch. So reicht die Wasserfläche des Sandtorhafens bei Google Maps bis zum heutigen Coffee-Plaza-Gebäudekomplex. Ebenso verhält es sich beim Grasbrookhafen, der weit über die Marco-Polo-Terrassen hinausreicht. Noch gravierender: Der Magdeburger Hafen und den Brooktorhafen sind gar nicht erst eingezeichnet und fehlen völlig. Auch in der Speicherstadt fehlen Wasserflächen.
Wie kann das einem Unternehmen passieren, das eindeutig der Marktführer ist und zudem noch in Hamburg seinen deutschen Hauptsitz hat?
Leider kann man in meinem gekauften Theme nicht wählen, welche Kartenbasis man benutzt. So bleibt zu hoffen, dass Google Maps demnächst mal ein Update für Hamburg durchführt.
Tags: Foto, Google Maps, Hamburg
Bild am Sonntag: Sail-in
Noch ein Souvenir unseres letzten Schwedentrips: das “Sail in”-Eiscafé, die schwedische Variante des Drive-ins. Wegen schlechten Wetters geschlossen. Töreboda, Göta Kanal, Sommer 2011.
Bild am Sonntag: Hauswand
Wrackmuseum, Cuxhaven, Hauswand.
Historische Reise zu den Wurzeln des Sudan-Konflikts
Aus Anlass der Staatengründung im Süd-Sudan möchte ich noch einmal an einen wichtigen, jedoch weitgehend vergessenen deutschen Afrikaforscher erinnern: Georg Schweinfurth. Der Botaniker (und Geograph, Ethnologe, Sprachforscher, Ägyptologe etc.) gelangte um 1875 als erster europäischer Forscher über die Sumpfgebiete des Gazellenflusses hinaus Richtung Süden. Schweinfurth berichtete als erster authentisch von diesem Teil des Südsudan und dem heutigen Nordosten des Kongo. Mit seiner Schilderung der Sklavenjagden, mit denen die Araber des Nordsudans die schwarzafrikanischen Stämme des Südens terrorisierten, führt er den Leser an die Wurzeln des Konflikts, der den Kunstsstaat Sudan heute zerrissen hat. Die Reisebeschreibung Schweinfurths (Im Herzen von Afrika) kann beim Projekt Gutenberg nachgelesen werden. Bei Librivox gibt es auch eine Audio-Version.
Tags: Afrikaforscher, Georg Schweinfurth, Sudan
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