Paolo Soleri (1919–2013)

Paolo Soleri (1919–2013)

Paolo Soleri (1919–2013)

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Es war eine Idee. Ich wusste, ich würde in der Gegend sein, also machte ich mit der Verwaltung von Arcosanti einen Termin aus, um den Architekten und Utopisten Paolo Soleri kennen zu lernen. Ich wollte ein Interview mit ihm machen und anschließend ein Porträt über ihn schreiben.

Arcosanti, das ist eine Siedlung in der Wüste Arizonas, gegründet auf den Gedanken und den Visionen von Paolo Soleri. Der Schüler Frank Lloyd Wrights hatte sich in den 1950er Jahren von der klassischen Architektur verabschiedet, um eine andere, nachhaltigere und ökologische Form des Städtebaus zu entwickeln. Soleri ist einer der Gründerväter der Nachhaltigkeitsbewegung, und Arcosanti ist sein Labor.

Wieso der Italo-Amerikaner auf die Idee einer anderen Stadt kam, kann man nachvollziehen, wenn man beim Anflug den Flughafen von Phoenix ansteuert. Das unendliche Patchwork quadratischer Flächen aus uniformen Wohnsiedlungen, zahllosen Golfplätzen, asphaltierter Megahighways und Shoppingcenterparkplätzen ist das perfekte Bild dessen, was Fachleute als „Urban sprawl“ bezeichnen – das Ausufern der Städte, in denen jeder Weg per Auto gemacht werden muss und jedes Haus rund um die Uhr klimatisiert wird. Die uramerikanische Verschwendung von Landschaft und Energie ist kaum irgendwo so offensichtlich wie im Großraum Phoenix.

Dagegen setzt Soleri das Ideal der Arcology, einer kompakten Bauform, in der Menschen räumlich eng beeinander wohnen, kurze Wege haben und im Einklang mit den natürlichen Gegebenheiten leben. Die Arcology ist ein sich selbst erhaltendes System, das seine eigene Energie und seine Lebensmittel herstellt. Die halboffenen Kugelbauten orientieren sich an den Cliff Dwellings der Indianer, jener Siedlung, die so in die Steilwände der Canyons gebaut wurden, dass die Häuser im Sommer beschattet und im Winter von der tieferstehenden Sonne erwärmt wurden. Ein geniales Prinzip für Wüstengegenden wie Arizona.

5000 Menschen, so viele Bewohner sollte Arcosanti haben. Bis heute sind es vielleicht ein paar Dutzend, die zu kibbutzartigen Arbeitseinsätzen für ein paar Wochen nach Arcosanti kommen. Die in die Wüste betonierte Vision Soleris ist immer ein unfertiges Objekt geblieben. Der Grund: Immer fehlte das Geld. Alles, was Arcosanti heute darstellt, wurde durch den Verkauf von Glocken erzielt, die im nahen Scottsdale produziert werden. Eine aus der Not geborene Idee, denn Soleri ist nie Mainstream geworden. Zu schräg seine Gedanken, zu kompromisslos seine Stellung zur Zivilisation, deren destruktive Kraft er nie akzeptieren konnte.

Ich konnte 2008 an Soleris „School of Thoughts“ teilnehmen. Das sind regelmäßige Runden in Arcosanti, zu denen sich die jungen Studenten zusammenfinden, die gerade vor Ort leben. Und ich begegnete einem alten, kleinen, zerbrechlichen Mann, der kaum noch sprechen konnte. Was er sagte, wurde über ein Mikrofon verstärkt, damit er überhaupt zu hören war. Und doch hatte er die wachen Augen eines Intellektuellen, der mit seinen Worten immer noch verzaubern kann. Ich muss jedoch gestehen, dass ich kein Wort verstanden habe. Ich weiß nicht, ob irgendjemand in diesem Raum etwas verstanden hat an diesem Tag, aber weder konnte ich das Italoamerikanisch entziffern noch konnte ich auch nur erraten, von was der Mann da redet. Ich habe irgendwo noch eine Aufnahme davon.

Nichtsdestotrotz empfinde ich tiefen Respekt vor der Kompromisslosigkeit, mit der Paolo Soleri seine Ideen und Ziele verfolgt hat. Bereits im Herbst 2011 musste er sich von der Leitung Arcosantis verabschieden, am 9. April 2013 ist er im Alter von 93 Jahren gestorben. Seine Nachfolger müssen versuchen, sein Erbe zu retten. Es wird nicht leicht sein. Wenn du in der Nähe ist, schau dir die kleine Siedlung einmal an. Sie liegt rund 70 Meilen nördlich von Phoenix, nur wenige hundert Meter vom Highway nach Flagstaff entfernt.

 

  • Arcosanti, AZ

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  • Arcosanti, AZ

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Phlora.de entwickelt und gelauncht

Die Zeiten, in denen man sich als Journalist aufs Schreiben konzentrieren konnte, sind irgendwie vorbei. Nicht nur, dass unsere ganze Branche durchgerüttelt wird wie nie zuvor, es sind auch viele neue Spielarten des Journalismus hinzugekommen. Und beides ist großartig! Nie zuvor gab es so viele Möglichkeiten, zu publizieren, zu lernen, kreativ zu sein, Ideen zu entwickeln.

Auch wenn es auf der Einnahmenseite nie wirklich auffiel: Ich habe mich in den letzten zehn Jahren, seit meinem ersten Blog bei antville.org viel mit dem Publizieren im Netz beschäftigt, habe viel mit Blogs und insbesondere mit WordPress gearbeitet. Ich habe meine fotografischen Skills reanimiert und erweitert und habe mich mit Bewegtbild beschäftigt. Ich habe über all diese Dinge gelesen, die man braucht, um im Internet erfolgreich zu sein: Webdesign, SEO, Blogmarketing, Social Media Integration und alles mögliche sonst noch. Jetzt ist es an der Zeit, dieses Wissen auch einmal kommerziell zu nutzen.

Mit phlora.de haben wir beim Reporterpool eine eigene Gartenwebsite entwickelt und gelauncht, von der wir uns in Zukunft einiges erwarten. Wir arbeiten seit mehreren Jahren in diesem Special-Interest-Segment und kennen die Situation der Printmedien und der Onlineangebote recht genau. Wir haben die Entwicklungen studiert und sind zu dem Ergebnis gekommen, dass wir da eine Lücke füllen können, obwohl das Segment sehr eng besetzt ist.

Nach einem recht langen Prozess der Konzeption – ich glaube, ich habe die Domain vor vier oder fünf Jahren reserviert – und mehrmonatiger Arbeit am Aufsetzen der Seite und dem Einpflegen von Seed Content ist das Ding jetzt öffentlich. Mal schauen, wie es sich bei Google entwickelt, denn neben dem Auftreten im Bereich Social Media ist dies natürlich der Angelpunkt des Publizierens im Netz. Trotz harter Konkurrenz einiger Anbieter, die sehr SEO-orientiert zu Werke gehen, bin ich mir ziemlich sicher, dass wir unseren Platz finden werden, da wir über uniquen Inhalt und gute Kenntnisse der Nutzer-Bedürfnisse verfügen.

Gleichzeitig geht der Weg natürlich weiter, wir wollen die Seite ständig weiterentwickeln und optimieren – anders als viele Gartenseiten im Netz, die irgendwo 1999 stehengeblieben sind, was wiederum gut ist für uns. Ich würde mich freuen, wenn Du Dir die Seite ansehen würdest, auch wenn Du vielleicht keinen Garten besitzt.

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WordPress-Kontaktformular funktioniert nicht bei Host Europe

Schön am Internet ist ja, dass man alle Lösungen online findet. Schlecht am Internet ist, dass man für alles erstmal nach Problemlösungen suchen muss. Oft lange und ausgiebig, bis man die richtigen Suchwörter, die richtigen Threads, die richtigen Antworten gefunden hat.

Das Problem hier: Seit Jahren habe ich auf der Seite vom Reporterpool kein Kontaktformular, weil es nämlich nie funktioniert hat. Man hat die Mail abgeschickt, WordPress sagte alles klar, die Mail ist versandt worden – aber die E-Mail kam nie an. Okay, so ein Kontaktformular ist jetzt nicht überlebenswichtig.

Jetzt habe ich eine weitere WordPress-Installation beim gleichen Hoster Host Europe gemacht, und schon wieder funktioniert das Kontaktformular nicht. Bei anderen Hostern wie Domain Factory oder AllInkl ist das nie ein Problem gewesen.

Nun, hier ist die Lösung:

Damit das WordPress-Kontaktformular funktioniert, muss im KIS von Host Europe eine E-Mail-Adresse für Skripte eingegeben werden, und zwar hier:

kis.hosteurope.de –> Administration –> Webhosting –> Skripte –> Standard-E-Mail-Adresse

Dabei muss bereits eine E-Mail innerhalb des Produktes angelegt sein. Die Domain für diese E-Mail Adresse muss bereits delegiert sein.

Es dauert etwa 15 Minuten, bis die Adresse im System aktiv ist, dann funktioniert endlich das Kontaktformular.

Backend Host Europe

Damit das Kontaktformular funktioniert, muss hier eine gültige E-Mail-Adresse angegeben sein.

FAQ-Seite von Host Europe

 

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Ibanez SB70 Custom Made

Ibanez SB70

Eine Legende unter Ibanez-Fans: Die SB70 ist ein sehr seltsames und seltenes Instrument, das in keinem Ibanez-Katalog erscheint und nur für eine kurze Zeit gebaut wurde. Es ist ein Hybrid aus dem Modell „Studio“ (ST) und dem Stratocaster-ähnlichen Modell „Blazer“. Von der Studio hat sie den Korpus geerbt, von der Blazer den Hals. Ergänzt wurde das Ganze um zwei cremefarbene, offene Super-70-Pickups. Und damit wäre dann auch die Bezeichnung SB70 geklärt: S wie Studio, B wie Blazer und 70 wie die begehrten japanischen Tonabnehmer.

Es ist nicht ganz abwegig zu vermuten, dass bei der SB70 einfach Reste, die beim Hersteller Fujigen Gakki herumlagen, zusammengeschraubt wurden – „Custom Made“ halt, wie es auf dem Headstock steht. Alle bekannten SB70-Modelle tragen (bis auf eine Ausnahme) eine Seriennummer, die auf das Jahr 1982 verweist.

Im Internet (vor allem bei Ebay oder in anderen Verkaufsanzeigen) wird immer wieder verbreitet, dass nur 300 Modelle von der SB70 gebaut wurden. Continue Reading →

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Mitchell Falls in der Kimberley-Region

Rainbow at Mitchell Falls

Rainbow at Mitchell Falls | © Torsten Meise

 

Auf Zeit.de ist heute eine sehr ausführlicher Artikel über die Gegend um die Mitchell Falls – sehr aufregende Region im Nirgendwo von Western Australia. Anfangs war ein Bild eingebaut, das nicht die Mitchell Falls zeigte, aber das ist mittlerweile korrigiert. Ist halt ein Qualitätsinternetauftritt ;-) Die Mitchell Falls liegen extrem abgelegen, und es ist verdammt heiß dort.

Mitchell Falls

Mitchell Falls | © Torsten Meise

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Ibanez Performer PF 350

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Mitte der Siebziger Jahre blies der amerikanische Hersteller Gibson zur juristischen Offensive und verklagte die japanischen Gitarrenbauer, weil sie die US-Modelle gnadenlos – und teilweise sehr gut – kopierten.

Als Folge entwickelten die Japaner Variationen ihrer Gitarren, um den Auflagen zu entkommen. Dieses Modell, die Ibanez Performer, ist eines der Resultate. 1977 eingeführt, trägt sie zwar alle Merkmale der großen Gibson Les Paul, kann sich in den Details jedoch unterscheiden. Dazu zählen die leichte Variation der Korpusform, die geänderte Kopfplatte und die Perlmutteinlagen im Griffbrett.

Die Ibanez PF 350 zählt bereits zur zweiten Generation der Performer-Modelle. In einer ersten Welle hatte Ibanez eine Vielzahl von PF-Modellen auf den Markt geworfen. Die meisten hatten nur angeschraubte Hälse und Hohlräume im Korpus, waren also eher billige “Nicht-Kopien” der Les Paul. Die Spitzenmodelle waren jedoch hochwertige Les-Paul-Nachbauten,  insbesondere die PF 400 mit ihrem eingeleimtem Hals und dem massiven Mahagoni-Korpus. 1979 strich Ibanez die Modellpalette radikal zusammen, übrig blieben nur die PF 150 und die PF 350, wobei letztere alle Spezifikationen der PF 400 übernahm.

Das Modell, das kürzlich hier eine neue Heimat gefunden hat, gehört zu jenen Modellen, die Ibanez (bzw. den Werken, in denen sie gebaut wurden) um 1980 herum den Ruf eines Weltklasse-Gitarrenbauers eingebracht haben. Das Material, die Verarbeitung und gesamte Qualität müssen sich nicht hinter den oft dreimal so teuren US-Vorbildern verstecken. Nicht wenige behaupten sogar, die Japaner hätten um diese Zeit bessere Gitarren gebaut als Fender und Gibson. Deshalb wundert es nicht, dass die Instrumente dieser Ära heute gesuchte Sammlermodelle sind.

Die hier gezeigte PF 350 ist Baujahr 1979 und befindet sich in einem großartigen Zustand. Bis auf zwei kleinere Macken im Korpus ist sie ohne Verletzungen. Dass sie gespielt worden ist, erkennt man an leichten Abnutzungen an Griffbrett und Bünden und an der abgeriebenen Gold-Legierung am Steg. Der Vorbesitzer hat die originalen Super-70-Tonabnehmer gegen Modelle von Seymor Duncan austauschen lassen. Zum Glück für mich sind die Originale jedoch erhalten geblieben und in einem, verglichen mit anderen PUs nach 33 Jahren, optisch prima Zustand. Was fehlt sind die Gummi-Ringe, die eigentlich an die Potis gehören.

Update: Die Gummiringe der “Sure Grip I” Potiknöpfe habe ich mittlerweile wieder nachgerüstet. Man kann sie in den USA bei Repro Guitar Parts bestellen, einer guten Quelle für Ibanez-Parts, die es vom Hersteller nicht mehr gibt. Es dauert allerdings Wochen, bis die Ware durch den Zoll weitergeleitet wird, da braucht man Geduld. Aber wenn man schon nicht mehr dran glaubt, kommt es an ;-)

Weiterführende Infos zur Performer-Serie

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