Växjö: Die Stadt der Radfahrer – und mehr

Vorfahrt für Radfahrer: Beispiel Växjö

Vorfahrt für Radfahrer: Beispiel Växjö

Während man hier erst darüber redet, wird Mobilität in Skandinavien bereits ganz neu gelebt. Zum Beispiel im südschwedischen Växjö: Neue Wohnviertel werden für Radfahrer und Fußgänger geplant, nicht mehr für Autos. Radler erhalten per elektronischer Anzeige Dankesgrüße, und selbst in der Fußgängerzone sind Fährräder erlaubt. Continue Reading →

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Aspekte der Smart City

Die Entwicklung der Smart City wird von verschiedenen Bereichen angetrieben und flankiert, die ebenfalls von neuen Technologien, dem Internet der Dinge und auf Sensoren basierenden Informationssystemen profitieren.

Smart Mobility ist ein offensichtliches Beispiel. Auf der Suche nach nachhaltigen Verkehrskonzepten werden die Echtzeit-Erfassung von Verkehr, Verkehrsprognosen und intelligent verbundene Verkehrssysteme eine immer größere Bedeutung erfahren. Schon bald werden Fahrzeuge Daten untereinander austauschen. Der selbstfahrende Pkw ist keine Utopie mehr.

Smart Commerce wird noch selten mit der Smart City in Verbindung gebracht, doch der Zusammenhang sollte sich schnell erschließen. Der stationäre Handel muss sich neu erfinden, um im Konkurrenzkampf mit dem eCommerce zu bestehen. Bereits heute werden Beacon- und Nahfunkkonzepte erprobt, um Kunden besser zu informieren und in oder durch die Läden zu lotsen. Experten sehen hier gewaltiges Potenzial. Location based Services, so die Erwartung, werden zunehmen wichtiger für die Händler vor Ort. Auch die Stadt könnte hiervon profitieren, durch neue Services, mehr lokale Informationen, neue Medienformen und natürlich eine weiterhin attraktive Einkaufszone.

Smart Living nenne ich eine Entwicklung, die darauf abzielt, den öffentlichen Raum neu zu entdecken und zu nutzen. Dies muss nichts mit Technologie zu tun haben, steht in der Regel jedoch in engem Zusammenhang mit sozialen Medien und neuen Lebensentwürfen, die erst durch das Internet, Mobile und Social Media an Dynamik gewonnen haben.

Smart Environment ist vielleicht der spekulativste der hier aufgeführten Bereiche. Meine These ist, dass wir derzeit in die Lage versetzt werden, Beobachtungssysteme in der Umwelt (Boden, Luft, Klima, biologische Prozesse etc.) zu installieren, die uns auch hier Echtzeitinformationen in einem bislang nicht vorstellbaren Umfang bereitstellen werden. Ich nenne dies “die zweite Vermessung der Welt”. Einige Anregungen zu dieser Sichtweise stammen aus dem Buch “Die analoge Revolution” von Christian Schwägerl. Ein zentraler Ansatzpunkt wird aus meiner Sicht das Gesundheitswesen sein.

Smart Grids werden sich bereits in naher Zukunft durchsetzen. Ob es wirklich bald ein “Energie-Internet” geben wird, wage ich noch zu bezweifeln. Aber mit der Entwicklung zum energetischen Prosumenten, der einen Teil seines Energieverbedarfs selbst herstellt, wird es unweigerlich flexiblerer Verteilungsmöglichkeiten bedürfen. Gleiches gilt auch für den Wärmemarkt, wo interaktive Nahnetze immer öfter zum Einsatz kommen werden.

Smart Home: Die Revolution in den eigenen vier Wänden ist längst losgetreten. Dabei geht es vielleicht weniger um “Spielereien” für Gadgetfreaks, sondern mehr um Nachhaltigkeit und einen geringeren Ressourcenverbrauch. In dem Maße, in dem einfache, offene Lösungen dazu beitragen werden, auch Geld zu sparen, wird die Vernetzung im Haus relativ schnell voranschreiten. Alles weitere wird man sehen.

 

 

Aspekte der Smart City | agorazein.de

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Open Data: Smart Hacks für die Smart City

Der möglichst ungehinderte Zugang zu Informationen der Politik und der öffentlichen Verwaltung ist ein Demokratie-Kriterium, das zunehmend an Bedeutung gewinnen wird. Bislang war und ist es an den meisten Stellen eher schwierig, Informationen und Datenmaterial zu bekommen. Verwaltungen sind traditionell verschlossen, Verantwortung soll nicht zurechenbar sein. Doch der Kulturwandel ist bereits eingeleitet. Open Data oder Open Government sind Stichworte, die schon lange durch die Öffentlichkeit geistern. Aber erst langsam wird klar, was damit gemeint ist und was daraus noch entstehen kann.

Zugang zu Verträgen, Dokumenten und Daten

Auf einer Veranstaltung der Social Media Week Hamburg 2015 haben drei “Insider” dankbarerweise auch bei mir für etwas mehr Verständnis gesorgt, was das Potential von Open Data angeht: Christian Heise, Mitglied des Vorstands der Open Knowledge Foundation e.V.,
Christian Horn, Geschäfts- und Koordinierungsstelle GovData, und der Datenjournalist Martin Virtel von OpenDataCity. Anlass für die Session war unter anderem der Launch des Hamburger Transparenzportals im Jahr 2014.

Seit September 2014 hat Hamburg ein Transparenzportal. Hier finden Interessierte Tausende von Dokumenten und Daten aus Politik und Verwaltung: Protokolle aus Senat und Verwaltung, Beschlüsse, Aktenpläne, Verträge, Statisitikdaten, Daten zu Umwelt, Verkehr, Wohnen, Bauen,… Das Transparenzportal ist eine wichtige – und in Deutschland derzeit noch einmalige – Quelle, in der Bürger, Journalisten oder Wissenschafter Informationen zu Themen finden, an denen sie in Bürgerinitiativen oder Vereinen arbeiten.

Die Bereitstellung öffentlicher Daten ist eine wichtige Voraussetzung, um sowohl Kontroll- als auch Partitzipationschancen zu eröffnen. Indem Entwickler darauf zugreifen können, ergeben sich die Möglichkeiten für die Aufbereitung abstrakter Zahlenkolonnen, die wiederum Menschen motivieren können, an der Stadtentwicklung aktiver teilzunehmen. So können beispielsweise Anwohner schneller und einfacher Informationen über anstehende Planungen erhalten, die sie angehen.

Mit Blick auf den kommenden Daten-Tsunami, ausgelöst durch das Internet der Dinge und eine Zunahme smarter Infrastruktur, ist das Open-Government-Konzept ein wichtiger Baustein auf dem Weg zur Smart City, in der auch die Nutzer Partizipationschancen bekommen.

 

Code for Germany Homepage

Code for Germany Homepage

Ressourcen

Eine grundlegende Einführung zu Open Data und damit verbundenen Fragen bietet das Open Data Handbuch.

Derzeit noch im Beta-Stadium, aber bereits sehr interessant: GovData, das Datenportal für Deutschland. Dahinter verbergen sich auch die Informationen des Hamburger Transparenzportals.

Gutachten der Bundesregiergung zu Open Government Data (PDF).

Sehr tolle Initiative: Code for Germany (“Nutz deine Fähigkeiten, um deine Stadt zu verbessern”), regelmäßige Treffen in vielen Städten Deutschlands.

 

 

 

 

 

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Das Ende von Agorazein ist ein neuer Anfang

Seit dem 1. April 2006 habe ich hier unter Agorazein ein persönliches Blog geführt. Die Vielfalt und die Unsortiertheit der Themen entspricht meinen Idiosynkrasien (Lieblingswortalarm). Ich weiß nicht, ob sich jemals jemand die Mühe gemacht hat, diese Zusammenhänge zu verstehen. Ich habe auch keine Lust, sie zu erklären. Jedenfalls werde ich diese Seite, so wie sie ist, archivieren und aus dem Netz nehmen. Die Domain bleibt, und ich werde in Kürze unter Agorazein ein neues Thema eröffnen, das an einigen Stellen hier schon sichtbar war, aber dem ich in Zukunft mehr Arbeit und Aufmerksamkeit widmen möchte. Stay tuned.

Wer mag, findet mich bei Facebook oder, mehr auf den Job bezogen, bei Twitter.