Aspekte der Smart City

Die Entwicklung der Smart City wird von verschiedenen Bereichen angetrieben und flankiert, die ebenfalls von neuen Technologien, dem Internet der Dinge und auf Sensoren basierenden Informationssystemen profitieren.

Smart Mobility ist ein offensichtliches Beispiel. Auf der Suche nach nachhaltigen Verkehrskonzepten werden die Echtzeit-Erfassung von Verkehr, Verkehrsprognosen und intelligent verbundene Verkehrssysteme eine immer größere Bedeutung erfahren. Schon bald werden Fahrzeuge Daten untereinander austauschen. Der selbstfahrende Pkw ist keine Utopie mehr.

Smart Commerce wird noch selten mit der Smart City in Verbindung gebracht, doch der Zusammenhang sollte sich schnell erschließen. Der stationäre Handel muss sich neu erfinden, um im Konkurrenzkampf mit dem eCommerce zu bestehen. Bereits heute werden Beacon- und Nahfunkkonzepte erprobt, um Kunden besser zu informieren und in oder durch die Läden zu lotsen. Experten sehen hier gewaltiges Potenzial. Location based Services, so die Erwartung, werden zunehmen wichtiger für die Händler vor Ort. Auch die Stadt könnte hiervon profitieren, durch neue Services, mehr lokale Informationen, neue Medienformen und natürlich eine weiterhin attraktive Einkaufszone.

Smart Living nenne ich eine Entwicklung, die darauf abzielt, den öffentlichen Raum neu zu entdecken und zu nutzen. Dies muss nichts mit Technologie zu tun haben, steht in der Regel jedoch in engem Zusammenhang mit sozialen Medien und neuen Lebensentwürfen, die erst durch das Internet, Mobile und Social Media an Dynamik gewonnen haben.

Smart Environment ist vielleicht der spekulativste der hier aufgeführten Bereiche. Meine These ist, dass wir derzeit in die Lage versetzt werden, Beobachtungssysteme in der Umwelt (Boden, Luft, Klima, biologische Prozesse etc.) zu installieren, die uns auch hier Echtzeitinformationen in einem bislang nicht vorstellbaren Umfang bereitstellen werden. Ich nenne dies „die zweite Vermessung der Welt“. Einige Anregungen zu dieser Sichtweise stammen aus dem Buch „Die analoge Revolution“ von Christian Schwägerl. Ein zentraler Ansatzpunkt wird aus meiner Sicht das Gesundheitswesen sein.

Smart Grids werden sich bereits in naher Zukunft durchsetzen. Ob es wirklich bald ein „Energie-Internet“ geben wird, wage ich noch zu bezweifeln. Aber mit der Entwicklung zum energetischen Prosumenten, der einen Teil seines Energieverbedarfs selbst herstellt, wird es unweigerlich flexiblerer Verteilungsmöglichkeiten bedürfen. Gleiches gilt auch für den Wärmemarkt, wo interaktive Nahnetze immer öfter zum Einsatz kommen werden.

Smart Home: Die Revolution in den eigenen vier Wänden ist längst losgetreten. Dabei geht es vielleicht weniger um „Spielereien“ für Gadgetfreaks, sondern mehr um Nachhaltigkeit und einen geringeren Ressourcenverbrauch. In dem Maße, in dem einfache, offene Lösungen dazu beitragen werden, auch Geld zu sparen, wird die Vernetzung im Haus relativ schnell voranschreiten. Alles weitere wird man sehen.

 

 

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