Jonettag – Nachtrag

September 10th, 2007 § 6

Viele Formen der Selbstorganisation leben davon, dass am Ende viele von der Arbeit einiger weniger profitieren. Das hat bei den beiden ersten Jonet-Tagen 2003 und 2005 wunderbar funktioniert. In diesem Jahr hat es auch funktioniert, aber ein wenig schlechter, da viele Aktive einfach in neuen privaten und beruflichen Projekten eingebunden sind oder einfach krankheitsbedingt ausfielen. Und so war das Resultat im Vergleich zu den Vorgänger-Kongressen deutlich bescheidener, wie man eingestehen muss. Hinzu kam die Vermischung der Formen. Klassischer Kongress vs. Barcamp – das Ergebnis fiel wohl vor allem für einige notorische Barcampler enttäuschend aus. Andererseits wären einige Veranstaltungen und Workshops als reines Barcamp nicht möglich gewesen, etwa mein eigener Workshop zum Thema Corporate Publishing. Jan Tißler hat dankenswerterweise eine Zusammenfassung dieses Panels geschrieben und gepostet.

Vermutlich werden wir demnächst diskutieren, ob es einen Jonettag 2009 geben wird, und wenn ja, in welcher Form. Wer sich an der Diskussion beteiligen möchte, sollte sich im Jonet anmelden.

In Sachen Jonet sei auch noch auf die aktueller Ausgabe der/des Berliner Journalisten verwiesen. Hier nimmt sich der Münchner Kollege Giesbert Damaschke die größte deutsche Journalisten-Community einmal so richtig vor. Allerdings ohne zu erwähnen, dass er viele Jahre zu den aktivsten Mitgiedern gezählt hat. Wem gilt diese Abrechnung eigentlich?

damaschke.jpgNachtrag: Da man in den Kommentaren keine Bilder einbinden kann, habe ich hier noch einmal einen Scan des Artikels hinzugefügt. Dabei geht es um die Klärung der Frage, warum die Bildunterschrift, die eigentlich ein Disclaimer ist, nicht wahrgenommen wird. Mehr dazu in den Kommentaren.

§ 6 Responses to “Jonettag – Nachtrag”

  • > Allerdings ohne zu erwähnen, dass er viele Jahre zu den aktivsten Mitgiedern gezählt hat.

    Hat er. Aber das scheint die Redaktion vergessen zu haben (ich habe noch kein Belegexemplar). In meinem Text steht & stand ein entsprechender Disclaimer.

    Übrigens bin ich immer noch Mitglied des Jonet und eine “Abrechnung” ist das nun weißgott nicht.

  • meise says:

    Danke Gisbert, dass der Text jetzt auch online ist. Wollte Dir nicht Unrecht tun, aber ich habe manchmal das Gefühl, dass Dich so eine Art Hassliebe mit dem Jonet verbindet ;-) Deshalb die Vermutung mit der Abrechnung.

    Ansonsten liegst Du mit Deiner Analyse ja nicht ganz falsch. Mehr dazu an anderer Stelle …

  • Mein Belegexemplar ist gekommen. Und was steht da auf S. 73, unter dem Autorenfoto – der Disclaimer.

    Na also.

  • meise says:

    mein fehler.

  • da bist Du ja nichtg der einzige. Seltsam – etwas eigentlich nicht zu übersehendes wird übersehen. Wieder ein kleiner Baustein zur Theorie der Wahrnehmung von Zeitungszeiten ;-)

  • meise says:

    Das hat ganz klar mit dem Aufbau der Seite zu tun. Wir wissen ja, wie Magazinseiten rezipiert werden. Normalerweise würde die Bildzeile / der Kasten zuerst gelesen werden. In diesem Fall ist es aber glaube ich die etwas ungelenke Kombination mehrerer Faktoren, die genau das verhindert:
    1. Die Position des “Kastens” links unten.
    2. Die schwache Typo der BU auf einer ansonsten eh schon textlastigen Seite.
    3. Der im Vergleich dazu knallige Namenszug, übrigens der einzige Farbfleck auf der Seite.

    Ich finde es überhaupt etwas schade, dass die zum Teil wirklich lesenswerten Inhalte der / des Berliner Journalisten unter einem Layout leiden, das ein wenig aussieht wie mit Word gemacht.

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