Das Thema Radfahren in Hamburg hatte ich hier schon einmal behandelt, auch die Reaktion der Polizei. Heute wurden die aktuellen Unfallstatistiken vorgestellt, und wenig überraschend sind es weiterhin die Radfahrer, die in Hamburg besonders gefährdet sind. Und was macht die Polizei:
Bei den Radfahrern machte die Polizei mit 2498 Verunglückten einen historischen Höchststand aus. Das wird auch mit dem gestiegenen Radfahrverkehr in Hamburg begründet. Doch das ist es nach Ansicht der Polizei nicht allein. Laut Dietmar Kneupper, Leiter der Verkehrsdirektion haben viele Radfahrer eine „mangelhafte Normakzeptanz“. Deswegen will man gegen Radfahrrüpel in diesem Jahr genauso intensiv vorgehen, wie gegen die Verkehrsrüpel unter den Autofahrern.
Ich würde sagen: Lieber Herr Kneupper, Sie haben eine mangelhafte Realitätsakzeptanz, vielleicht sollte jeder Polizist hin und wieder mal mit dem Rad durch die Stadt fahren, um zu merken, dass nicht nur die gesamte Verkehrsinfrastruktur Radfahrer völlig ignoriert, sondern auch 95 Prozent der Autofahrer die Existenz nichtmotorisierter Verkehrsteilnehmer überhaupt nicht zur Kenntnis nehmen. Aber dagegen etwas zu tun ist natürlich komplexer und weniger populistisch als ein Feldzug gegen den neuen Feind “Fahrradrüpel”.






No comments yet.