10 Sätze zur Zukunft des Journalismus, auf die ich beim Netzwerk-Recherche-Tag 09 vergebens gehofft habe.
1. Die Krise des Journalismus ist eine Krise der Verlage.
2. Nicht der Journalismus, die Verlage bewegen sich in einer Todesspirale. Ohne Umsteuern werden die meisten großen Medienhäuser die kommenden Jahre nicht überleben.
3. Die Ausdünnung und Korrumpierung von Redaktionen ist die bislang einzige Antwort der Verlagsmanager auf den Strukturwandel und die aktuelle Krise. Das ist eindeutig zu wenig.
4. Die ver-BWL-isierung der Verlage rächt sich jetzt in einem eklatanten Mangel an Kreativität. Management-Versagen ist ein zentraler Kern des derzeitigen Problems.
5. Die meisten Journalisten (insb. die freien) haben den Strukturwandel der Medien längst nachvollzogen. Jetzt muss die Organisation von Medienarbeit folgen.
6. Journalismus ist quicklebendig, aber unterfinanziert.
7. Subventionen sind keine Lösung.
8. Journalismus braucht Werbung. Werbung braucht Journalismus. Wer braucht eigentlich noch Verlage?
9. Journalisten werden in Zukunft einen größeren Teil Ihrer Kreativität auf die Finanzierungsmodelle Ihrer Arbeit verwenden müssen.
10. Journalismus hat eine grandiose Zukunft, aber wir müssen neue, intelligente und dezentrale Strukturen entwickeln, um auch weiterhin davon leben zu können.
[...] 4. “10 Sätze zur Zukunft des Journalismus” (agorazein.de) “10 Sätze zur Zukunft des Journalismus, auf die ich beim Netzwerk-Recherche-Tag 09 vergebens gehofft habe.” [...]
[...] Sätze zur Zukunft des Journalismus, die ich beim Netzwerk-Recherche-Tag 09 vermisst habe”; http://tr.im/nSyd [...]
[...] agorazein.de » 10 Sätze zur Zukunft des Journalismus – "6. Journalismus ist quicklebendig, aber unterfinanziert." [...]
wurde mal zeit, dass sich jemand die mühe macht, die “journalismuskrise” auf den punkt zu bringen. nur bei den punkten 7-9 würde ich nicht bedingungslos zustimmen.
Wenn es irgendwo ein Problem geben könnte, dann bei dem Satz “Werbung braucht Journalismus”. Da bin ich mir ehrlich gesagt selbst nicht sicher.
Punkt 7 ist jetzt nicht so provokant und außergewöhnlich. (Um ehrlich zu sein, es ist der schwächste Punkt von allen ;-)
Punkt 9 soll ausdrücken: Irgendwo in der Mediasphäre gibt es derzeit eine Unterversorgung mit Ideen, wie man Medien und Werbung wieder besser konnektiert. Und ich sehe niemanden in der Akquise-Branche, der diese Kreativität aufbringt. Und da kann ich nur sagen: Wenn es keiner für uns erledigt, müssen wir es halt selber machen.
[...] 10 Sätze zur Zukunft des Journalismus (agorazein) — Torsten Meise schreibt genau diese auf. Punkt. [...]
[...] Meise, agorazein // 10 Sätze zur Zukunft des Journalismus (via Medienlese) [T]here must be a legion of Twitterers out there who sign up, tweet once, and [...]
Lieber Dr. Meise,
Dank für die Zusammenfassung auf 10 Punkte. Vier davon möchten wir gern “adoptieren”. COM.BOX ist Urgestein digitaler Vernetzung von Korrespondenten und Redaktionen. Vielen Freien haben wir Ende der 80er schon zu mehr Effektivität verholfen, leider wurden wegen uns viele Schreibplätze wegrationalisiert. Aber wenn wir nicht Schuld wären, wärs ein anderer. Heute tippt nur noch der Autor selbst.
Nun wollen wir mit dem Mediennetz gern Kondensationskern für Ihre Sätze 4, 6, 9 und 10 werden. Schau’n Sie bitte mal auf die Mediennetzseite. Ja, wir sind technisch orientiert. Jeder soll das machen was er besser kann. Sie können gut schreiben. Wir haben Spaß beim koordinieren, organisieren, programmieren; wir hören gern zu und, wie gesagt, wir haben ein Helfersyndrom für Freie.
Eine kurze Antwort würde mich sehr freuen.
Schönen Gruß aus Berlin nach Hamburg,
Lutz Treutler