Am 26. Juni beginnt im Berliner Bode Museum eine Ausstellung über den deutschen Forscher und Entdecker Georg Schweinfurth. Gewürdigt wird Schweinfurths Leistung als früher Textilarchäologe, was sicher eine bemerkenswerte Sache ist, aber das ganze Spektrum seines Lebenswerkes bei weitem nicht abdeckt. Georg Schweinfurth war einer der letzten großen Einzelfiguren der deutschen Afrikaforschung. Sein Alleingang (1868-71) über den südlichen Sudan hinaus in den Nordosten des heutigen Kongos war eine der großen Pionierleistungen bei der Erforschung des größten weißen Fleckens der damaligen Zeit. Er hat in geografischer, botanischer und ethnologischer Hinsicht bemerkenswerte Forschungsergebnisse geliefert und war, obwohl er mit Sklavenhändlern reisen musste, um sein Ziel zu erreichen, auch ein großer Progressiver unter der deutschen Forscherelite der Jahrhundertwende.
All das wäre in einem angemesseneren Rahmen zu würdigen.
Aber wenn man sich anschaut, dass das stolze Bode Museum noch nicht einmal eine eigene Homepage und URL besitzt und lediglich im Rahmen einer Gemeinschaftsseite der Berliner Museen beschämend mickrig vorgestellt wird, dann wird man auch nichts anderes erwarten dürfen. Von der Berliner Ausstellung habe ich über eine Kurzmeldung irgendeiner abseitigen Forschungsstelle erfahren, obwohl ich ständig nach Schweinfurth-News Ausschau halte und meine Suchaufträge erstellt habe. Das ist schon sehr arm, Berlin.






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