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autsch …

Mein Gott, ist das peinlich: Der FAZ.NET-Autor (und “seriöse Journalist”) Marco Dettweiler kennt Peter Glaser nicht und kanzelt ihn ab, weil der ihn auf die Urheberschaft von “Die Welt ist eine Google” aufmerksam macht.

Schon 6 Jahre

Kyra auf Baltrum, 6. Geburtstag

Besondere Ereignisse werden bei uns immer auf eine Insel verlegt. Diesmal Baltrum, das Kind wird 6.

Suicide-Software

Sollte ich eines Tages aus Verzweiflung Selbstmord begehen, dann liegt es wahrscheinlich an einer Mischung aus Quark XPress und Adobe Acrobat.

Update: Also ich will ja nicht jammern, aber dieses Quark XPress ist so eine Scheiße, das versaut mir jetzt schon zum wiederholten Mal den ganzen Tag. Wie früher bei Word: Nach jedem Satz zwischenspeichern, sonst ist plötzlich die ganze Arbeit weg.

Geht ab wie die Feuerwehr

Lassen Sie es mich so ausdrücken: Es gibt Orte in Deutschland, die haben keine Einwohner, die haben Insassen. Oder anders: Es gibt Orte, da fragt man sich, wie die so werden konnten wie sie sind, was da unterwegs schiefgelaufen sein muss, damit so etwas nicht gleich von der Landkarte ausradiert worden ist. Oder noch anders: Es gibt Orte auf der Welt, da erkennt man schon am Namen, dass es sich um einen dieser Orte handeln muss, in denen es statt Einwohnern nur noch Insassen gibt. Nun, einer dieser Orte ist ohne Zweifel Oer-Erkenschwick. Das ist eine Kleinstadt auf der Grenze von Ruhrgebiet und Münsterland, in der der wichtigste Arbeitgeber eine Wurstfabrik ist, seitdem selbst der Bergbau hier Reißaus genommen hat. Oer-Erkenschwick hat nicht nur einen hässlichen Namen. Oer-Erkenschwick ist auch tatsächlich so dermaßen hässlich, wie eine Kleinstadt nur hässlich sein kann. Eine Kleinstadt zudem, in der Sie mehr merkwürdige Insassen treffen als in Städten vergleichbarer Struktur. Und zwar in einem Ausmaß, das sich jeglichem Erklärungsversuch entzieht. Selbst die Systemtheorie, mit der Sie eigentlich alles plausibel darlegen können, versagt hier auf ganzer Linie. Meine persönliche Hypothese lautet, dass es sich bei Oer-Erkenschwick um so etwas wie eine kosmische Anomalie handeln muss, ein Schwarzes Loch, in dem die Abwesenheit von Verstand zur Voraussetzung von Existenz geworden ist. Anders jedenfalls ist nicht zu erklären, was die Süddeutsche jetzt in Bildern zeigt, und was sich vermutlich über Jahre in der Freiwilligen Feuerwehr von Oer-Erkenschwick an Initiationsriten abgespielt hat. Und das auch in einem Stadtteil, der, Sie glauben es nicht, Rapen heißt.

Bewerber beim Löschzug im Ortsteil Rapen wurden vor den Augen ihrer Kameraden nackt und gefesselt mit Wasser abgesprüht oder das Geschlechtsteil mit Schuhcreme eingeschmiert.

Die zum Teil Jahre zurückliegenden Vorfälle waren bekanntgeworden, nachdem eine Anwärterin Anzeige wegen sexueller Nötigung erstattet hatte. Der Fall hatte sich im vergangenen September ereignet. Nach ihrer Darstellung war sie beim Aufnahmeritual an einen Baum gefesselt worden. Zwei Männer hätten ihr mit unzüchtigen Handlungen gedroht.

Disclaimer: Ich habe einmal für zwei Jahre in Oer-Erkenschwick gewohnt, und was ich da lese, wundert mich überhaupt nicht.

ymail vs. gmail

Gestern habe ich bei Golem gelesen, dass Yahoo jetzt mit ymail.com eine neue Mailadresse anbietet, weil es unter yahoo.com oder .de – den Spammern sei Dank – kaum noch registrierbare Zahlen- und Buchstabenkombinationen mehr gibt. Ich habe mir den Spaß erlaubt, und meise at ymail.com registriert, was ja schon mal toll ist, da Googles Gmail mindestens sechs Buchstaben (tmeise) verlangt. Aber damit hört der Spaß auch schon auf, denn abgesehen von den völlig überfrachteten Seiten und Unterseiten und Parallelseiten und Ichweißnichtwasfür Seiten bei Yahoo ist das Killerkriterium einfach: In der kostenlosen Version können Sie weder Mails weiterleiten noch per Pop oder geschweige Imap abrufen. Wer das möchte, soll knapp 20 Dollar im Jahr bezahlen. Nun ist der Dollar nix mehr wert, aber hey, 20 Dollar für Pop3? Da sieht man, warum Google top und Yahoo flop ist bzw. warum Yahoo eigentlich gut zu Microsoft passen müsste. Diese Company hat keine Zukunft und wird den AOL-Weg gehen.

RIP Esbjörn Svensson

Am 40. Todestag von Wes Montgomery (s.u.) ist der schwedische Pianist Esbjörn Svensson bei einem Tauchunfall ums Leben gekommen. Svensson wurde 44 Jahre alt. Letzte offizielle Veröffentlichung seines weltweit beachteten Esbjörn Svensson Trios war das Album “Live in Hamburg”, Aufnahmen zu dem kommenden Album “Leucocyte” waren laut seiner Plattenfirma ACT gerade beendet. Anders als Spiegel Online spricht ACT von Samstag als Tag des Unfalls.

Introducing: WesMontgomery.de

Heute vor 40 Jahren starb der Jazzgitarrist Wes Montgomery, einer der besten und einflussreichsten Jazzmusiker seiner Zeit. Wes Montgomerys Musik begleitet mich, seit ich vor rund 30 Jahren angefangen habe, Jazz zu hören. Und so kam es, dass ich vor einiger Zeit ein kleines privates Projekt gestartet habe, das einfach nur zu meinem persönlichen Vergnügen da ist: WesMontgomery.de.

Wie immer bei solchen Sachen geht es nicht so schnell voran wie man es gerne hätte, aber mittlerweile ist die Seite auf einem Stand, den man vorzeigen kann. Da sich das Interesse an der Seite vermutlich eher in überschaubaren Grenzen hält, finde ich das jetzt auch nicht so schlimm und kann letztlich nichts anderes tun, als auf die Dinge im Leben zu verweisen, die wichtiger sind als eine Webseite.

Hamburger Polizei verfolgt Radfahrer

Ich kenne keine andere Stadt in Deutschland, in der man als Radfahrer so gefährlich lebt wie in Hamburg. Eine durchschnittliche Strecke von drei Kilometern entspricht gefühlt in etwa ein bis zwei Beinahe-Unfällen, die sich nur durch unverzügliche Vollbremsung (des Rades natürlich) vermeiden lassen. Weder Autofahrer noch Fußgänger sind sich der Tatsache bewusst, dass auf einem Radweg (oder was man hier so Radweg nennt) auf mal Räder fahren. Mit der Zeit entwickelt man ja so ein Sensorium dafür, aber immer klappt das auch nicht. Aber man entwickelt auch eine Aggressivität, weil es immer die gleichen Dösbaddel sind, die plötzlich auf den Radweg wanken, und weil es immer dieselben scheiß BMW-Fahrer sind, die meinen, sie könnten ja doch mal schnell rechts abbiegen. (BMW ist übrigens bayerisch für “Ich zuerst”). Wenn im Jahr 2007 im Hamburg 2700 Radfahrer verunglückten, dann fällt die Schuld mehrheitlich auf Autofahrer. (Man sollte das mal nach Marken aufschlüsseln, dann käme man bestimmt auf ganz bittere Resultate.)

Und was macht die Polizei?

Die Polizei (angeblich ja so unterbesetzt) kontrolliert, ob Radfahrer bei Rot über die Ampel fahren!

Wenn ich von Eimsbüttel nach Winterhude fahre, dann fahre ich mindestens zehn Mal bei Rot über die Ampel. Weil, Sie müssen sich das so vorstellen in Hamburg: Alle Fußgängerampeln stehen überall gefühlte 2 Minuten auf Rot, bevor sie umspringen. Das ist eine kleine Ewigkeit, und das wird bewusst so gemacht, um den Autoverkehr fließen zu lassen. Ich kenne viele Fußgängerampeln, die in den letzten Jahren von “ganz schnell Grün” auf “niemals Grün” umgestellt wurden. Ja da kann man doch nicht drauf warten! Wenn nicht gerade Kinder da stehen, dann radel ich da natürlich drüber. Diese Form des Drangsalierens muss ich mir nicht auch noch gefallen lassen. Und dann steht da die Rennleitung? Ich könnte kotzen, echt.

Wissen Sie, was ich mir demnächst zulegen werde? Das hier!

Jazz aus Hamburg

Die Jazz-Szene in und um Hamburg ist groß und unübersichtlich, und wer aus dem Alter raus ist, in dem man ständig durch die Clubs und Szeneviertel zieht, der hat kaum eine Chance, da etwas Einblick zu gewinnen. Doch Hilfe ist da: das Hamburgjazz-Radio! Organisiert vom Stellwerk am Harburger Bahnhof, spielt der Websender ausschließlich Jazz von der Waterkant. Und das Resultat ist keinesweg fischköppig oder provinziell, das ist teilweise ganz groß und durchgängig fein für die Ohren. Derzeit fehlt leider noch die Anzeige der Playlist, so dass man gar nicht weiß, wer da zu hören. Das soll aber in der Mache sein und demnächst nachgerüstet werden. Dranbleiben!