Hätte mir vor zehn Jahren jemand gesagt, ich würde meine Gitarre einmal mit dem Handy stimmen, ich hätte es mir absolut nicht vorstellen können. Doch seit ich Cleartune auf dem iPhone getestet habe, werde ich gar nichts anderes mehr dafür benutzen. Es ist besser und exakter als jedes Stimmgerät, das ich jemals besessen habe, und kostet nur einen Bruchteil dessen, was für eine entsprechende Hardware verlangt wird. Ich bin überrascht. Was es nicht alles gibt.
RSS-Feed individualisieren
Ohne meinen Google-Reader (oder irgendeinen anderen RSS-Reader) käme ich ja gar nicht mehr klar. Ich habe aber festgestellt, dass ich gewisse Feeds nicht mehr verfolge, weil es einfach viel zu viel ist, was da täglich reinkommt. Wenn ich mir die aktuelle Statistik anschaue, dann habe ich von Seiten wie Wired, O’Reilly oder Treehugger jeweils hunderte ungelesene Posts. Das werde ich nie im Leben lesen, und allein die schiere Masse hält mich davon ab, überhaupt noch in dem Feed zu lesen. Das Problem scheinen auch andere zu haben, und Lifehacker reagiert jetzt und bietet nicht nur verschiedene Feeds an, sondern auch die Möglichkeit, diese Feeds noch einmal zu individualisieren. Man kann sich also einen Customfeed zusammenstellen.
Ich weiß, was du gestern gelesen hast …
… und das ist echt cool. In der englischen Version des Google Reader ist es schon voll implementiert: Wenn du mein Kumpel bist, kannst Du sehen, welche Artikel ich empfohlen habe. Das ist interessant, wenn wir beide zum Beispiel an ähnlichen Themen arbeiten oder ähnliche Interessen besitzen. Die Einladung erfolgt via Google Talk oder Google Chat — leider benutze ich keines dieser Systeme, da ich ein ausgesprochener Chathasser bin. Wenn ich dich also demnächst zum Chat einlade, dann sicher nicht zum Chatten.
Wenn man das weiterspinnt, dann wird es irgendwann in naher Zukunft so sein, dass du mit deiner elektronischen Zeitung in der U-Bahn sitzt und nicht nur die aktuellen News zur Verfügung hast, sondern auch die aktuellen Empfehlungen deines Netzwerkes.
Meine “shared items” sind übrigens auch über diesen Link direkt abrufbar. (Und eigentlich ist es genau das, was ein Weblog einmal sein sollte, nämlich eine Liste von Funden im Netz, die man wem auch immer mitteilt.)
Einer, der bleibt
“Da Wahrheit eine Eigenschaft von Sätzen ist, da die Existenz von Sätzen abhängig von Vokabularen ist und da Vokabulare von Menschen gemacht werden, gilt dasselbe für Wahrheiten.”
Richard Rorty (1931 – 2007)






