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Ein Blick ins Labor – hafenblog.de

Kann es sein, dass es keine Seite gibt, die sich jenseits vom Tourismus-Marketing mit dem Herzen Hamburgs beschäftigt? Millionen Besucher kommen pro Jahr in den Hafen, weil es der wichtigste touristische Anziehungspunkt der Stadt ist. Und für Hamburger (und vor allem Neuhamburger) ist der Hafen mit seinen Impressionen der wahrscheinlich wichtigste Grund zu glauben, in der schönsten Stadt Deutschland zu leben (bzw. gelandet zu sein). Da ist es schon komisch, dass dieses onlinejournalistisch nicht wirklich gut beackert wird.

Mit dem Hafenblog möchte ich diesen Zustand ein wenig ändern. Die Seite soll drei Dinge leisten: 1. Besuchern einen übersichtlichen (!) Einstieg in die Attraktionen des Hafens liefern, 2. die wichtigsten Events im Hafen ankündigen und 3. durch journalistische Mittel Hintergründe liefern und so ein wenig von der Faszination des Hafens einfangen. Damit ist der Hafenblog eine Art Mashup von touristischer Information und hyperlokalem Journalismus – und ein Experiment, ob es sich lohnen kann, so etwas zu realisieren. Gleichzeitig möchte ich verschiedene, für mich neue Formate ausprobieren, zum Beispiel Webvideos.

Zum derzeitigen Status: Ich habe in den vergangenen Wochen und Monaten die Webseite technisch aufgebaut, das Design fünf oder sechs Mal neu gemacht und versucht, das WordPress-Theme unter meine Kontrolle zu bringen. Gleichzeitig bin ich dabei, ein paar Basisinfos zu erstellen, mein Fotoarchiv einzurichten und die logische Struktur der Seite weiterzuentwickeln. Die “journalistischen” Inhalte, die ich mir vorstelle, sind noch gar nicht da, insofern ist der Status bei 0.4 oder so ähnlich.

Aber ich freue mich über erste Rückmeldungen, zum Beispiel zum Design oder zu Verbesserungsvorschlägen. Der Terminkalender liegt mir beispielsweise im Magen, und wenn jemand noch Tipps für weitere Plugins hat, immer her damit.

Aber schaut euch die Seite erstmal an: Hafenblog.de

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4 Magazine, für die ich auf dem iPad bezahlen würde

Wird das iPad den Journalismus retten? Nun ja, bestimmt nicht von allein. Es muss schon was von uns kommen, den Contentproduzenten.

1. Ein Jazz-Magazin mit Sound-Beispielen

Ersetze Jazz durch Pop, Hip Hop, Klassik oder was auch immer. Ein klingendes Musikmagazin, das sich trotzdem anfühlt und lesen lässt wie ein echtes Magazin, auf Wunsch aber kleine Sound- oder Vidoesamples liefert, damit man die Rezensentenlyrik mit der Wirklichkeit abgleichen kann. Von mir aus kann das auch von Amazon sein, mit den Bestelllinks hinten dran.

2. Ein frei konfigurierbares TV-Magazin

Wäre das nicht toll: Ein Programmie, der sich nach den individuellen Vorlieben sortiert? Mit intelligenten Vorschlägen für ähnliche Sendungen? Mit kleinen Trailern zum Abrufen? Und der am Ende auf Knopfdurck den Recorder programmiert (oder zumindest den Showview-Code in einer Größe anzeigt, die ich ohne Lesebrille und zusätzliche Lupe entziffern kann)?

3. Den Realtime-Spiegel (nicht Spon)

Das Nachrichtenmagazin der Zukunft wird nicht mehr auf Papier gedruckt sein, es wird aber auch nicht wie Spiegel Online sein. Und damit meine ich nicht nur die peinliche Klickschinderei mit Fotostrecken und Promi-News. Ich will aber auch kein PDF, und um Himmels Willen kein Flash. Ich will die Qualität des gedruckten Spiegels (ja ja, früher war alles besser, das will ich jetzt gar nicht diskutieren) in digitaler Form. Und natürlich in Realtime, nicht erst am Montag.

4. Eine Art Geo 2.0

Ein Problem des Browser-Webs ist ja die Einschränkung, die man sich als Gestalter auferlegen muss. Deshalb sind ja auch Magazine wie Geo oder National Geographic so schwach im Netz. Da kann halt optisch nichts gegen die Printausgabe anstinken, und deshalb werden so Erlebnis- und Reportage-Formate erst in einer Umgebung zum digitalen Selbt kommen, die diesen Limitierungen nicht mehr unterligen.

Paid Content: Abendblatt via Feedreader weiterhin lesbar

Diese Woche sollte man sich merken. Seit heute Nacht (?) können die meisten lokalen Artikel des Hamburger Abendblatts nur noch gelesen werden, wenn man ein Monatsabo für 7,95 Euro abschließt. Als Gelegenheitssurfer auf den Seiten des Abendblatts ist mir das zu viel, auch wenn es im Vergleich zum Printangebot einer normalen Tageszeitung halbwegs angemessen scheint. Auch der alleinige Weg über ClickandBuy erscheint mir wenig erfolgversprechend, für mch wäre das jedenfalls eine Hürde. Verstehe ich auch nicht, da wir bei 7,95 eigentlich schon nicht mehr über Micropayment reden, oder? Jeder Shop bietet mir heute vier oder fünf alternative Zahlungsmethoden, da würde ich vom Großverlag Springer ähnliches erwarten. Interessant finde ich auch, dass die ganze tendenziöse Berichterstattung, hier vor allem Politik und Sport, weiterhin kostenfrei ist.

Bild 3

Noch interessanter ist dann zum Schluss aber noch: Wenn ich das Abendblatt wie üblich über meinen Feedreader ansteuere, bekommte ich alle kostenpflichtige Texte auch weiterhin frei angezeigt. Fragt sich nur, wie lange noch.

Hier als Beleg der Screenshot eines eigentlich kostenpflichtigen Artikels.

Auch via Google sind die Seiten des Abendblatts frei zugänglich, wie Springer gegenüber DWDL bestätigte.

Frei zugänglich sind die Texte zudem über die Mobil-Seite des Abendblatts. (via Carta.info)

Interessant und wie immer pointiert auch die Anmerkungen von Stefan Niggemeier.

Posted via email from meise’s posterous

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Coen-Brüder machen Spot über saubere Kohle

via Treehugger

Darwin-Jahr 2009

Update: Aus aktuellem Anlass hole ich dieses Posting nach oben, das ich vor einem Jahr geschrieben habe, um auf das Blog vom Berliner Kollegen Volker Lange hinzuweisen. Leider ist Volkers Blog zuerst zu Burdas Scienceblogs umgezogen und anschließend verschollen. Oder soll ich sagen ausgestorben? Nun ja, schade jedenfalls, denn der Darwin-Zug kommt gerade so richtig ins Rollen, wie zum Beispiel die beiden Kommentare zu diesem Posting zeigen, die in den letzten Tagen eingegangen sind (wie gesagt, das ist ist ein Jahr alt, was unten steht). Lesen Sie ruhig die Kommentare, die Autoren haben sich richtig Arbeit gemacht und haben beide über Darwin betreffende Themen publiziert.

Ich selbst möchte Sie auf das Darwin-Buch von Jürgen Neffe hinweisen, das ich gerade lese. Vielleicht kennen Sie ja das Cook-Buch von Tony Horwitz, der vor einigen Jahren James Cook hinterher gereist ist und dann eine Melange aus Reisebuch und Biographie daraus gemacht hat. Das hat sich der frühere Spiegel- und Geo-Redakteur abgeguckt und ist ein dreiviertel Jahr auf den Spuren Darwins um die Welt gereist. Das Ganze ist höchst lesenswert und eine wunderbare Einführung in das Leben und das Werk Darwins. Gleichzeitig stellt Neffe immer wieder Bezüge zur Gegenwart her, arbeitet Diskurslinien heraus und beschreibt die Orte, an denen “die Natur zu Darwin gesprochen hat”. Für mich das Wissenschaftsbuch des Jahres 2008! Ein Zeichen der Hoffnung, dass auch deutsche Autoren langsam auf den Trichter kommen, wie man tolle Doku-Literatur macht. So eine lange Zeit herumzureisen muss man sich aber auch erstmal leisten können. (Wenn Sie eine Stiftung kennen, die so etwas fördern würde, sagen Sie doch mal hier Bescheid ;-).

—altes Posting—

2009 jährt sich der Geburtstag von Charles Darwin zum 200. Mal, deshalb wird es das “Darwin-Jahr”. Und schon jetzt gibt es ein Blog dazu: Darwins Erben.

Charles Darwin gehört bekanntlich zu den wenigen Menschen, die unser Weltbild dramatisch verändert haben. Dass die Evolutionstheorie bis heute bestritten wird, ist mir ein ebenso großes Rätsel wie die Existenz von FC-Bayern-Fans.

Ich kann übrigens nur immer wieder sagen: Darwins “Reise um die Welt” ist ein Hammer-Buch, das man sehr gut lesen kann.

Jonet-Tag 2007

Während ich bei den relaxten Schweden war, haben viele Kolleginnen und Kollegen im In- und Ausland hart gearbeitet und die Webseite des kommenden Jonet-Tages fertig- und online gestellt. Der dritte Jonet-Kongress in der Hamburger Handelskammer findet am 8. September statt und ist eine Veranstaltung im Übergang. Das erkennt man nicht nur daran, dass auch wenige Wochen vor dem Kongress noch kein Eintrittspreis feststeht. Anders ist diesmal vor allem, dass wir eine Mischung aus Kongress und Barcamp organisieren. Letzteres ist durch die Kooperation mit Falk Lükes geplantem Mediacamp zustandegekommen.

Wer kommen mag (highly recommended ;-), kann sich hier registrieren.

Mein bescheidener Beitrag zum Jonet-Tag Mediacamp (das ist der offizielle Titel) besteht in der Organisation eines Panels zum Thema Corporate Publishing: Neues aus der Fabrik – Corporate Publisher entdecken die digitale Welt.

Einer, der bleibt

“Da Wahrheit eine Eigenschaft von Sätzen ist, da die Existenz von Sätzen abhängig von Vokabularen ist und da Vokabulare von Menschen gemacht werden, gilt dasselbe für Wahrheiten.”

Richard Rorty (1931 – 2007)

Zahl des Tages

7.286.000.000 Euro, in Worten: Siebentausendzweihundertsechsundachtzig Millionen Euro hat das staatsparasitäre System des ÖR (ARD und ZDF) im vergangen Jahr durch seinen Inkassobetrieb (GEZ) eingezogen. 7,286 Milliarden Euro wofür? Wo sind die Politschwafler, die so gerne von sozialer Gerechtigkeit und Umverteilung von oben nach unten reden? Schon mal überlegt, wie viele Kindergärten man davon finanzieren könnte, statt Carmen Nebel und Hansi Hinterseher?

‘Mojos’ working

Fort Myers News-Press is now using 14 mobile journalists, or “mojos,” who file for the web site several times a day, armed with ThinkPads, digital audio recorders, digital still and video cameras. (CyberJournalist.net)

Und die Washington Post fragt: Could this be the future of newspapering?

5 Sätze über …

… FAZ/SZ vs. Perlentaucher

Das ist ja so typisch für Deutschlands Medienelite. Immer im Anzug, aber das Hirn an der Garderobe abgegeben. Nicht verstehen, was läuft, aber die Anwälte schicken. Ich würde mich in Grund und Boden schämen, die Perlentaucher, eines der ältesten und angesehensten Web-Projekte im Land, zu verklagen. Die Amis hättens gekauft.

Update 23.11.06: Beide Klagen wurden abgelehnt.