WSJ: Wie New York City smart wird

Eine der besten Online-Geschichten, die bislang über das Thema Smart City gemacht wurden, stammt vom Wall Street Journal. Gezeigt wird, wie New York City neue Technologien einsetzt, um sich selbst zu verstehen und Lösungen für Verkehr, Müll, Wasser und Sicherheit zu finden. Ein großartiges Beispiel dafür, wie sich im Netz Geschichten aufbereiten lassen, aber auch in Sachen Smart City eine spannende Geschichte. Wirklich großartig auch dieses Video, u.a. über das neue Bauprojekt Hudson Yards:

(Das Video spielt evtl. nicht in Firefox ab. Dann Google Chrome nutzen.)

Wie Social Media die Wahrnehmung Afrikas ändert

,

Afrika ist schon lange nicht mehr der „dunkle Kontinent“, als der er in den westlichen Medien immer noch dargestellt wird. Wenn Afrika überhaupt einmal in den Hauptmedien vorkommt, dann in Zusammenhang mit Anschlägen, Katastrophen oder Piratenangriffen. Im Schatten dieser Ereignisse sind viele Länder auf dem Weg zu einer wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklung, die mit den asiatischen Staaten vor zwei Jahrzehnten vergleichbar ist. China hat das längst erkannt und investiert massiv in die Infrastruktur des Landes. Der trendende Hashtag

#TheAfricaTheMediaNeverShowsYou

zeigt jetzt die andere Seite Afrikas. Hier findet Modernisierung statt. Einige der nächsten Mega-Metropolen liegen in Afrika, große Stadtentwicklungsprojekte sind in der Pipeline und werden dafür sorgen, dass der vergessene, von vielen abgeschriebene Kontinent noch überraschen wird. Der Twitter-Soulstorm zu Afrika gibt eine Andeutung. Es wäre höchste Zeit, auch in Deutschland das mediale Interesse an der Welt neu zu fokussieren.



 

 

Prognose: Das Alles-Internet

Entwicklung des Internet of Everything | © Business Insider

Ein interessante Grafik über die erwartete Entwicklung des „Internet of Everything“. Von Business Insider.

Entwicklung des Internet of Everything | © Business Insider

Entwicklung des Internet of Everything | © Business Insider

Aspekte der Smart City

Die Entwicklung der Smart City wird von verschiedenen Bereichen angetrieben und flankiert, die ebenfalls von neuen Technologien, dem Internet der Dinge und auf Sensoren basierenden Informationssystemen profitieren.

Smart Mobility ist ein offensichtliches Beispiel. Auf der Suche nach nachhaltigen Verkehrskonzepten werden die Echtzeit-Erfassung von Verkehr, Verkehrsprognosen und intelligent verbundene Verkehrssysteme eine immer größere Bedeutung erfahren. Schon bald werden Fahrzeuge Daten untereinander austauschen. Der selbstfahrende Pkw ist keine Utopie mehr.

Smart Commerce wird noch selten mit der Smart City in Verbindung gebracht, doch der Zusammenhang sollte sich schnell erschließen. Der stationäre Handel muss sich neu erfinden, um im Konkurrenzkampf mit dem eCommerce zu bestehen. Bereits heute werden Beacon- und Nahfunkkonzepte erprobt, um Kunden besser zu informieren und in oder durch die Läden zu lotsen. Experten sehen hier gewaltiges Potenzial. Location based Services, so die Erwartung, werden zunehmen wichtiger für die Händler vor Ort. Auch die Stadt könnte hiervon profitieren, durch neue Services, mehr lokale Informationen, neue Medienformen und natürlich eine weiterhin attraktive Einkaufszone.

Smart Living nenne ich eine Entwicklung, die darauf abzielt, den öffentlichen Raum neu zu entdecken und zu nutzen. Dies muss nichts mit Technologie zu tun haben, steht in der Regel jedoch in engem Zusammenhang mit sozialen Medien und neuen Lebensentwürfen, die erst durch das Internet, Mobile und Social Media an Dynamik gewonnen haben.

Smart Environment ist vielleicht der spekulativste der hier aufgeführten Bereiche. Meine These ist, dass wir derzeit in die Lage versetzt werden, Beobachtungssysteme in der Umwelt (Boden, Luft, Klima, biologische Prozesse etc.) zu installieren, die uns auch hier Echtzeitinformationen in einem bislang nicht vorstellbaren Umfang bereitstellen werden. Ich nenne dies „die zweite Vermessung der Welt“. Einige Anregungen zu dieser Sichtweise stammen aus dem Buch „Die analoge Revolution“ von Christian Schwägerl. Ein zentraler Ansatzpunkt wird aus meiner Sicht das Gesundheitswesen sein.

Smart Grids werden sich bereits in naher Zukunft durchsetzen. Ob es wirklich bald ein „Energie-Internet“ geben wird, wage ich noch zu bezweifeln. Aber mit der Entwicklung zum energetischen Prosumenten, der einen Teil seines Energieverbedarfs selbst herstellt, wird es unweigerlich flexiblerer Verteilungsmöglichkeiten bedürfen. Gleiches gilt auch für den Wärmemarkt, wo interaktive Nahnetze immer öfter zum Einsatz kommen werden.

Smart Home: Die Revolution in den eigenen vier Wänden ist längst losgetreten. Dabei geht es vielleicht weniger um „Spielereien“ für Gadgetfreaks, sondern mehr um Nachhaltigkeit und einen geringeren Ressourcenverbrauch. In dem Maße, in dem einfache, offene Lösungen dazu beitragen werden, auch Geld zu sparen, wird die Vernetzung im Haus relativ schnell voranschreiten. Alles weitere wird man sehen.

 

 

Aspekte der Smart City | agorazein.de

Aspekte der Smart City | agorazein.de

Das Ende von Agorazein ist ein neuer Anfang

Seit dem 1. April 2006 habe ich hier unter Agorazein ein persönliches Blog geführt. Die Vielfalt und die Unsortiertheit der Themen entspricht meinen Idiosynkrasien (Lieblingswortalarm). Ich weiß nicht, ob sich jemals jemand die Mühe gemacht hat, diese Zusammenhänge zu verstehen. Ich habe auch keine Lust, sie zu erklären. Jedenfalls werde ich diese Seite, so wie sie ist, archivieren und aus dem Netz nehmen. Die Domain bleibt, und ich werde in Kürze unter Agorazein ein neues Thema eröffnen, das an einigen Stellen hier schon sichtbar war, aber dem ich in Zukunft mehr Arbeit und Aufmerksamkeit widmen möchte. Stay tuned.

Wer mag, findet mich bei Facebook oder, mehr auf den Job bezogen, bei Twitter.