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Open Data: Smart Hacks für die Smart City

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Der möglichst ungehinderte Zugang zu Informationen der Politik und der öffentlichen Verwaltung ist ein Demokratie-Kriterium, das zunehmend an Bedeutung gewinnen wird. Bislang war und ist es an den meisten Stellen eher schwierig, Informationen und Datenmaterial zu bekommen. Verwaltungen sind traditionell verschlossen, Verantwortung soll nicht zurechenbar sein. Doch der Kulturwandel ist bereits eingeleitet. Open Data oder Open Government sind Stichworte, die schon lange durch die Öffentlichkeit geistern. Aber erst langsam wird klar, was damit gemeint ist und was daraus noch entstehen kann.

Zugang zu Verträgen, Dokumenten und Daten

Auf einer Veranstaltung der Social Media Week Hamburg 2015 haben drei „Insider“ dankbarerweise auch bei mir für etwas mehr Verständnis gesorgt, was das Potential von Open Data angeht: Christian Heise, Mitglied des Vorstands der Open Knowledge Foundation e.V.,
Christian Horn, Geschäfts- und Koordinierungsstelle GovData, und der Datenjournalist Martin Virtel von OpenDataCity. Anlass für die Session war unter anderem der Launch des Hamburger Transparenzportals im Jahr 2014.

Seit September 2014 hat Hamburg ein Transparenzportal. Hier finden Interessierte Tausende von Dokumenten und Daten aus Politik und Verwaltung: Protokolle aus Senat und Verwaltung, Beschlüsse, Aktenpläne, Verträge, Statisitikdaten, Daten zu Umwelt, Verkehr, Wohnen, Bauen,… Das Transparenzportal ist eine wichtige – und in Deutschland derzeit noch einmalige – Quelle, in der Bürger, Journalisten oder Wissenschafter Informationen zu Themen finden, an denen sie in Bürgerinitiativen oder Vereinen arbeiten.

Die Bereitstellung öffentlicher Daten ist eine wichtige Voraussetzung, um sowohl Kontroll- als auch Partitzipationschancen zu eröffnen. Indem Entwickler darauf zugreifen können, ergeben sich die Möglichkeiten für die Aufbereitung abstrakter Zahlenkolonnen, die wiederum Menschen motivieren können, an der Stadtentwicklung aktiver teilzunehmen. So können beispielsweise Anwohner schneller und einfacher Informationen über anstehende Planungen erhalten, die sie angehen.

Mit Blick auf den kommenden Daten-Tsunami, ausgelöst durch das Internet der Dinge und eine Zunahme smarter Infrastruktur, ist das Open-Government-Konzept ein wichtiger Baustein auf dem Weg zur Smart City, in der auch die Nutzer Partizipationschancen bekommen.

 

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Ressourcen

Eine grundlegende Einführung zu Open Data und damit verbundenen Fragen bietet das Open Data Handbuch.

Derzeit noch im Beta-Stadium, aber bereits sehr interessant: GovData, das Datenportal für Deutschland. Dahinter verbergen sich auch die Informationen des Hamburger Transparenzportals.

Gutachten der Bundesregiergung zu Open Government Data (PDF).

Sehr tolle Initiative: Code for Germany („Nutz deine Fähigkeiten, um deine Stadt zu verbessern“), regelmäßige Treffen in vielen Städten Deutschlands.