über agorazein

Vor etwa 2500 Jahren erlebte die antike Polis eine seltsame Verschiebung der Verhältnisse. Die bestimmende Öffentlichkeit der Stadt wanderte von der Akropolis, der Festung und heiligen Stätte, hinunter in die Agora, den Marktplatz. Hier wurden mit einem Mal nicht nur Neuigkeiten, Klatsch und Gerüchte aus aller Welt ausgetauscht, hier wurden plötzlich, den Fischgeruch von den Marktständen in der Nase, philosophische und öffentliche Dinge diskutiert. Für die Bürger Athens wurde diese Form der täglichen Kommunikation so wichtig, dass sie dafür einen eigenen Begriff prägten – agorazein: “Auf den Markt gehen und hören, was es Neues gibt.

(Seitdem ist klar: Wir verändern die Welt, indem wir uns über sie unterhalten.)

Die digitale Agora, in der wir uns täglich bewegen, setzt eine ähnliche Verschiebung ingang wie das “Agorazein” in der antiken Polis. Bald täglich entwickeln kluge Menschen neue technologische Infrastrukturen, die immer intensivere, vernetztere, globalere Kommunikation ermöglicht.

agorazein.de ist Nachfolger meines Weblogs Waterkantville, das ich zwischen Frühjahr 2002 und Sommer 2005 befüllt habe.

§ 2 Responses to “über agorazein”

  • Rüdiger Puchalla says:

    Hallo Torsten,

    schön mal wieder von Dir zu hören / zu lesen..
    habe mir Claudius Sammlung auch zugelegt und durchgeguggt/gelesen…

    wie geht’s der family ?

    liebe Grüsse
    Rüdigerformerlyknownaspianoman

  • meise says:

    Hey RüdigerformelyknownasRoger,

    schick mir doch mal Deine Mailadresse.

    Lieben Gruß
    Torsten

    (meine ist: tmeise at gmail.com)

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